Daten und Fakten

Gemeindebericht der Ev. Kirchengemeinde Menden 2025

Klimaneutral werden, Gebäudebestand reduzieren, Gemeinschaft vor Ort leben und fördern, Veränderungen kommunizieren, Angebote und Aktivitäten weiterentwickeln, Zukunft gestalten, …
– Kirchengemeinden stehen angesichts rückläufiger Einnahmen-, Mitglieder-, Haupt- und Ehrenamtsentwicklungen sowie verbindlicher Klimaschutzvorgaben vor komplexen Herausforderungen.

 

Auch unsere Gemeinde steht vor diesen Aufgaben. Aber wir spüren diesen Druck noch nicht so stark, weil wir in den letzten Jahren schon einige Schritte umgesetzt haben, die schmerzhaft waren: die Schließung zweier Gemeindehäuser, die Reduzierung von fünf Pfarrstellen auf drei Pfarrstellen und weitere Personalreduzierungen. Weitere Aufgaben haben wir im Blick und bereiten uns auf die nächsten Schritte vor.

 

Dabei ist unser Presbyterium gut aufgestellt und auch für die derzeitigen Aufgaben finden wir in aller Regel genügend Ehrenamtliche. Auch wenn deutlich spürbar ist, dass eine langfristige Bindung nicht mehr so leicht eingegangen wird, wie es früher war.

 

Auf drei Punkte wollen wir eingehen:

Was funktioniert gut?

An welchen Stellen benötigen Sie Unterstützung?

Was ist Ihre Zielperspektive, die Sie leitet?

 

1.      Was funktioniert gut?

 

Die Gemeindearbeit wird getragen und geleitet von Gottes lebendigem Wort. Entsprechend liegt ein Schwerpunkt der Gemeinde(arbeit) in spirituellen Angeboten. An fast jedem Sonntag finden an allen drei Predigtstätten Gottesdienste statt, die in der Regel auch gut angenommen werden. Das Tief nach der Pandemie haben wir überwunden.

Darüber hinaus findet in den sechs Seniorenheimen auf unserem Gemeindegebiet mindestens ein Gottesdienst monatlich statt.

 

Im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit werden die aufwändigen Kinderkirchen-Gottesdienste gut angenommen und auch die Zusammenarbeit mit den drei KiTas in unserer Gemeinde funktioniert gut. Allerdings ist hier festzustellen, dass es großer Anstrengungen bedarf, auch die Eltern für gottesdienstliche Angebote zu begeistern.

 

Im Bereich Kinder und Jugend haben wir Personalkapazitäten abgebaut. Von einer 50 % Stelle ist nur noch eine 25 % Stelle übriggeblieben. Hier konnten wir mit dem Jugendreferat eine gute Lösung finden. So arbeitet unser Jugendreferent im Bereich des Kirchlichen Unterrichtes und im Jugendtreff mit. Aber 25 % sind viel zu wenig für eine der Größe der Gemeinde entsprechende Jugendarbeit.

 

Auch in der Kirchenmusik haben wir Personalkapazitäten in der letzten Zeit eingespart und sind von einer 100 % Stelle (B-Stelle mit Zulage) auf eine 75 % Stelle gegangen. Das Angebot ist aber weiterhin ein wichtiger Teil unserer Gemeindearbeit und erfreut sich auch des Zuspruchs der Gemeinde.

 

Wir arbeiten verstärkt mit unserer katholischen Schwestergemeinde zusammen. Seit zwei Jahren bieten wir zweimal die Woche einen Mittagstisch an. Dieser wird von unserer Gemeinde und dem katholischen Verein für soziale Dienste (SFKM) in Menden getragen. Dabei versuchen wir, ein möglichst breites Spektrum an Menschen anzusprechen, was auch gelingt. Das Angebot konnten wir sogar noch um einen Kaffeetisch am Mittwochnachmittag erweitern.

 

Die Seniorenarbeit wird durch ein Frühstücksangebot, einen Seniorennachmittag und – in Kooperation mit der Stadt – durch die Gestaltung eines musikalischen Angebots weiterhin von ehrenamtlich engagierten Gemeindegliedern aufrechterhalten.

 

Auch die Kinoreihe, die wir in Anlehnung an Kirchen + Kino in der 2. Saison veranstalten, findet guten Zuspruch.

 

Wir haben unsere Öffentlichkeitsarbeit erweitert. Neben dem dreimal im Jahr erscheinenden Gemeindebrief verschicken wir einen Newsletter und sind jetzt auch in den sozialen Netzwerken präsent.

 

Auch unsere Gemeinde bereitet sich auf weitere Veränderungen vor. Das zeigt sich in der Festlegung auf ein Zukunftsgebäude, in der Vertiefung von Kooperationen und auch der verbesserten Vermietung von Räumen, um mehr Mieten einzunehmen.

 

2.      An welchen Stellen benötigen Sie Unterstützung?

 

Schwierig ist und bleibt die Vermarktung von Gebäuden, die nicht mehr gebraucht werden. Hier stehen wir alleine da. Eine Unterstützung wäre hier hilfreich, da die nächsten Gebäude ja auch vermarktet werden müssen, soll die Schließung von Gebäuden wirklich zu Kostenreduktion führen.

 

3.       Was ist Ihre Zielperspektive, die Sie leitet?

 

Unsere Zielperspektive ist und bleibt: Kirche für die Menschen vor Ort zu sein und zu bleiben. In welchem Umfang wir dies tun können, wird sich zeigen.

Konzeption der Evangelischen Kirchengemeinde Menden

Gemeindekonzeption
der Evangelischen Kirchengemeinde Menden

beschlossen am 05. November 2025

 

 

 

Inhaltsverzeichnis

 

1.      Leitbild

 

2.     Gemeindeanalyse

2.1.           Geschichte

2.2.           Kirche in Stadt und Region

2.3.           Kindertageseinrichtungen

2.4.           Kirchenmusik

2.5.           Kinder- und Jugendarbeit

2.6.           Gemeindeleben in den Bezirken

2.7.           Diakonie

2.8.           Liegenschaften

2.9.           Friedhöfe

2.10.       Demographische Entwicklungen der Stadt und Kirchengemeinde

2.11.       Entwicklung von Finanzen, Gebäuden und Personal

 

3.      Struktur der Gemeinde

3.1.           Gemeindebezirke

3.2.           Pfarrdienst

3.3.           Mitarbeitende in der Kirchengemeinde

 

4.      Schwerpunkte der Gemeindearbeit und Ziele

4.1.           Gottesdienste

4.2.           Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

4.3.           Kirchenmusik

4.4.           Partnerschaftsarbeit

4.5.          Sammlung und Stärkung Ehrenamtlicher

 

 

 

1.  Leitbild

 

Die Evangelische Kirchengemeinde.Menden blickt auf den Grund ihres Glaubens und freut s'ich seiner Verheißungen: Gott ruft die Gemeinde ins Leben. Als Kirchengemeinde hören wir diesen Ruf als Einladung, Gott an die höchste Stelle in unserem Leben zu setzen. Jesu Antwort auf die Frage nach dem höchsten Gebot hilft uns, das genauer zu verstehen. Gott lieben, das heißt ihn zu Wort kommen lassen, an ihn uns wenden, von ihm uns sammeln und senden lassen. All dies geschieht zuerst im Gottesdienst, wo wir Gottes Wort hören, beten und Gemeinschaft haben. Wo immer diese drei Dinge geschehen, ist Gottesdienst. Gott lieben lernen wir im Gottesdienst, weil wir hier erfahren, wie sehr Er uns liebt. Allen Trost, alle Weisung und Ermutigung, die aus dem gemeinsamen Hören, Singen und Beten kommen, erfahren wir als tragendes Fundament und erneuernde Kraft unseres Gemeindelebens.

 

Wer sich angenommen erfährt, sagt Ja zum anderen. So ist die Liebe zum Menschen gleichermaßen grundlegend für unser Miteinander wie die Liebe Gottes. Wach sein für die Belastungen, denen Menschen in unserer Mitte ausgesetzt sind, froh sein über alles, was Menschen in ihrem Leben gelingt:

darum geht es in der Nachfolge Jesu. Menschen seelsorglich beistehen, Menschen in ihrer Lebensgeschichte begleiten, Lasten und Freuden miteinander teilen: dazu fühlen wir uns berufen in ökumenischer Weite und lokaler Konzentration.

 

Damit die Kirchengemeinde ein sicherer Ort für alle Generationen sei, hat das Presbyterium ein Schutz-konzept gegen sexualisierte Gewalt erstellt.

 

Gott lieben von ganzem Herzen, ganzer Seele, ganzer Kraft. Den Nächsten lieben wie dich selbst.

(5. Mose 6,5; 3. Mose 19,18; Lukas 10,27)

 

 

2.  Gemeindeanalyse

 

2.1.  Geschichte

Seit dem 4. Januar 1838 besteht die Evangelische Kirchengemeinde Menden.

Bereits seit 1834 gab es eine kleine Kirche an der Ecke der heutigen Bahnhofstraße/Südwall.

1864
wurde die neu errichtete Heilig-Geist-Kirche eingeweiht. 1867 wurde der ev. Friedhof am Heim-kerweg eröffnet und bis 1975 genutzt.
1868
gründete sich der Frauenverein, der Vorgänger der heuti-gen Frauenhilfe.
1892
Bau des „Vereinshauses" (für den Männer- und Jünglingsverein) an der heutigen Bodelschwinghstraße
1934
Anschluss der Gemeinde an die Bekennende Kirche
1938
Einweihung der Christuskirche in Lendringsen, bald auch dort Einrichtung einer 2. Pfarrstelle
1950
Gründung Pfarrbezirk 2 (Bösperde)
1952
Eröffnung des Friedhofs Am Hahnenbusch
1953
Einweihung der Erlöserkirche
1955
Errichtung der Pfarrbezirke Oberstadt und Unterstadt
1957
lndienstnahme des Ev. Kindergartens Bösperde
1959
Lendringsen wird selbstständige ev. Gemeinde
1960
Einweihung des Paul-Gerhardt-Hauses und Errichtung eines weiteren Pfarrbezirkes
1963
Errichtung der Ev. Kindertageseinrichtung Paul-Gerhardt
1964
Eröffnung des Friedhofs Wietholz
1964
Umgestaltung der Heilig-Geist-Kirche (Altarraum)
1968/9
Errichtung der Ev. Kindertageseinrichtung Friedrich-von-Bodelschwingh (vorher im Küsterhaus untergebracht)
1972
Gründung eines neuen Pfarrbezirkes Lahrfeld
1973
Einweihung des Bonhoefferhauses in Halingen
1975
Einweihung des Ludwig-Steil-Hauses
1979
Einweihung des Bodelschwinghhauses, Gründung der Evangelischen Kantorei, Anstellung eines hauptamtlichen Kirchenmusikers
2001
ein gemeinsamer Gemeindebrief für alle Bezirke
2001
Beginn der Partnerschaft mit der lglesia Evangelica de los Peregrinos Peru in Lima
2005
Schließung des Bonhoefferhauses
2005
Neugestaltung des Altarraums der Heilig-Geist-Kirche
2009
Reduzierung der 4 Pfarrstellen auf 3,5
2017
Reduzierung der 3,5 Pfarrstellen auf 3
2019
Partnerschaftsvertrag mit der IEPP in Lima
2020
Schließung des Ludwig-Steil-Hauses
2020
Übergabe unserer Kindertageseinrichtungen an den Trägerverbund für Kindertageseinrichtungen im Ev. Kirchenkreis Iserlohn

2025

Das Presbyterium definiert die Heilig-Geist-Kirche und das Bodelschwinghhaus als Zukunftsgebäude der Gemeinde.

 

2.2.  Kirche in Stadt und Region

Die Stadt Menden ist eine katholisch geprägte Kleinstadt mit im Jahr 2025 knapp 52.500 Einwohnern.

10.300 Menschen sind evangelisch (20,8 Prozent - 7.700 in Menden, 2.600 in Lendringsen), 24.000 sind römisch-katholisch (52,6 Prozent). Die übrigen verteilen sich auf Konfessionslose, Muslime und An-dersgläubige.

Die Kirchengemeinde arbeitet eng mit der Stadt Menden zusammen im Schulausschuss, im Kinder-und Jugendhilfeausschuss.

Die Evangelische Kirchengemeinde Menden bildet zusammen mit den evangelischen Gemeinden Len-dringsen, Hemer, Deilinghofen, Balve und lhmert die Region 3 im Ev. Kirchenkreis Iserlohn.

Kirchenmusik und Stadtkirchenarbeit wirken über die Gemeinde hinaus hinein ins kommunale Stadt-gebiet.

 

2.3.  Kindertageseinrichtungen

Die Evangelische Kirchengemeinde Menden unterhält - mit finanzieller Unterstützung der Stadt - drei Kindergärten. Seit dem Kindergartenjahr 2020/2021 gehören unsere Kindertageseinrichtungen zum Trägerverbund des Ev. Kirchenkreises Iserlohn.

 

Die Aufnahme von Unterdreijährigen (U3) ist in allen drei Einrichtungen Teil des Konzeptes.

 

Die Mitarbeiterinnen helfen, Werte zu vermitteln, von denen wir als Gemeinschaft profitieren. Sie füh-ren die Kinder an Inhalte des christlichen Glaubens heran und gestalten regelmäßig Familiengottes-dienste mit. Alle Einrichtungen sind zertifiziert mit dem evangelischen Beta-Gütesiegel.

 

2.4.  Kirchenmusik

Die kirchenmusikalische Arbeit ist primär in und um die Heilig-Geist-Kirche angesiedelt.

 

Sie unterteilt sich in folgende Arbeitsfelder: Gottesdienst, Kantoreiarbeit, musikalische Früherziehung in den drei Kindertageseinrichtungen. Über die Kirchenmusik werden bestimmte Zielgruppen ange-sprochen, das Interesse für die Kirche geweckt, eine Verbindung zur Kirche hergestellt und Menschen emotional angesprochen. Projekte mit der katholischen Schwesterkirche fördern die Ökumene.

 

Zur Kirchenmusik gehört auch der Bläserkreis Paul-Gerhardt. Er blickt auf eine langjährige Geschichte und eine bis heute in freudiger Gemeinschaft ausgeübte Bläserarbeit zurück. Der Bläserkreis musiziert in Gottesdiensten in Kirchengebäuden und auf Friedhöfen, in Seniorenheimen und gelegentlich auf Geburtstagsfeiern.

 

Die Gemeinde verfügt über gute Kirchenorgeln. So steht in der Heilig-Geist-Kirche eine

Renschorgel von 1997 (I1/P) mit 30 Registern, in der Erlöserkirche eine Schiegnitz-Orgel von 1999 (I/P) mit acht Registern und im Paul-Gerhardt-Haus eine Ott-Schiegnitz-Orgel (1965, umgebaut 2015) mit sieben Registern. Neben einer hauptamtlichen Stelle des Kantors/der Kantorin gibt es ein kleines Team von Aushilfsorganisten und -organistinnen, die sich die Begleitung der Gottesdienste aufteilen.

 

2.5.  Kinder- und Jugendarbeit

Die Evangelische Kirchengemeinde Menden wird in der Jugendarbeit durch den CVJM unterstützt. Für Acht- bis Zwölfjährige wird jährlich eine Freizeit zu Ostern durchgeführt. Angebote für die Sommerfe-rien werden kreiskirchlich gebündelt und können durch die Mitarbeit Mendener Jugendlicher durch-geführt werden. Mehrmals jährlich werden Kinder- und Jugendgottesdienste gefeiert. Die Kinder und Jugendlichen werden durch Angebote von Familiengottesdiensten, Schulgottesdiensten und Konfir-mandenarbeit angesprochen. Zur Konfirmandenarbeit gehören Tagesfahrten und das jährliche Konfi-Camp.

Familien und Neugeborene persönlich zu begrüßen ist der Schwerpunkt des Besuchsdienstes der Ge-meindeschwester im Rahmen des Projektes „Mit Kindern neu anfangen". Sie trifft sich mit ehrenamt-lichen Heferinnen und Helfern monatlich in den Räumen des Paul-Gerhardt-Hauses.

 

2.6.  Gemeindeleben in den Bezirken

Die Lebensverhältnisse der Menschen in der Stadt Menden sind einem stetigen Wandel unterworfen: Daran passt die Gemeinde ihre Arbeit immer wieder an, um nah an den Menschen zu bleiben, ihnen zu dienen und Gott die Ehre erweisen.

 

Bezirk 1 - Heilig-Geist-Kirche

Die Kirchenmusik hat in diesem Zentrum einen besonderen Stellenwert. Im Bodelschwinghhaus probt wöchentlich die Evangelische Kantorei, die in der Heilig-Geist-Kirche Konzerte aufführt und Gottes-dienste in allen Predigtstellen musikalisch gestaltet. Es gibt einen guten und regelmäßigen Kontakt zur Albert-Schweitzer-Schule im Lahrfeld.

 

Durch die Sing-Arbeit in den Kindergärten der Gemeinde werden auch Kinder in die kirchenmusikali-sche Arbeit einbezogen.

 

In der Adventszeit lädt die „Musik bei Kerzenschein" am Dienstagabend zu Meditation und Begegnung ein.

 

Fröhliche Treffen finden im Bodelschwinghhaus beim regelmäßigen Kirchkaffee nach dem Gottes-dienst am Sonntag statt.

 

Der Montagstreff für Senioren trifft sich seitJahrzehnten regelmäßig im Bodelschwinghhaus. Dort neh-men die Gemeindeglieder die Möglichkeit war, immer wieder gute Freunde und Bekannte zu treffen und bei einem unterhaltsamen Programm kurzweilige Stunden zu verleben. Aufgrund von Alter und Krankheit ist es den Senioren und Seniorinnen leider nicht immer möglich, sich an diesem Kreis weiter zu beteiligen.

 

Am Dienstagabend ist die Heilig-Geist-Kirche zur Meditation geöffnet. Dieses Angebot wird auch von katholischen Christen und Christinnen wahrgenommen.

 

Im Bodelschwinghhaus wird gemeinsam mit dem SKFM dienstags und freitags ein Mittagstisch ange-boten. Die Heilig-Geist-Kirche ist mehrmals in der Woche als „offene Kirche" zugänglich.

 

Bezirk 2 - Paul-Gerhardt-Haus

Der Gemeindebezirk Platte-Heide am westlichen Stadtrand ist geprägt durch Familien, die zum Teil bereits nach dem Krieg auf Platte-Heide ansässig geworden sind. Zentrum des Bezirks ist das Paul-Gerhardt-Haus.

 

Die Konfirmandenarbeit unserer Gemeinde hat an diesem Zentrum ihren Schwerpunkt. Regelmäßig finden hier Konfirmandentreffen, Kinderkirche und Jugendgottesdienste statt, die von vielen Mitarbeitenden aus der Kinder- und Jugendarbeit organsiert werden.

 

Die Eltern-Kind-Gruppen richten sich vor allem an Kinder in den ersten Lebensjahren und ihre Eltern. Die mittlerweile einzige und gesamtgemeindliche Frauenhilfe trifft sich monatlich im Gemeindehaus und gestaltet das Gemeindeleben vor Ort mit.

 

Das Seniorenheim Jochen-Klepper-Haus befindet sich in der Trägerschaft der Evangelischen Perthes-Stiftung e. V. Der Ortspfarrer/die Ortspfarrerin ist geborenes Mitglied im Kuratorium und feiert im Haus regelmäßig Gottesdienste.

Bezirk 3 - Erlöserkirche

In den letzten Jahren sind größere Gebiete neu bebaut worden, so dass seitdem auch viele junge Familien hier wohnen. Zum Bezirk gehören die evangelischen Christen und Christinnen im Mendener Ortsteil Bösperde, Halingen, Schwitten und Barge.

 

Immer wieder werden Gemeindegruppen in die Gottesdienstarbeit eingebunden (Lektoren und Lektorinnen, Männerarbeit, Ehrenamtliche in der Seelsorge), dazu gehören auch Familiengottesdienste, die mit dem Kindergarten gestaltet werden. Im Anschluss an die Sonntagsgottesdienste ist die Gemeinde zum Kirchcafe eingeladen.

 

Es gibt guten Kontakt mit der benachbarten Nikolaus-Groß-Schule, zweimal im Jahr feiern die Schüler und Schülerinnen der 3. und 4. Klasse in der Erlöserkirche Gottesdienst, dazu kommen die viermal jährlichen gefeierten ökumenischen Gottesdienste in der katholischen St. Maria Magdalena-Kirche statt.

 

In Gemeindehaus trifft sich monatlich der Frauenabendkreis, um sich über aktuelle Themen auszutauschen. An der Erlöserkirche ist auch die Männerarbeit der Gemeinde verortet.

 

Ein Besuchsdienst übernimmt im Pfarrbezirk 3 die Gratulationen zu Geburtstagen der Seniorinnen und Senioren ab 80 Jahren.

 

An der Erlöserkirche trifft sich regelmäßig am Dienstag die gemeindliche Nähgruppe. Einmal im Monat können junge Leute an einem Samstag das Nähen erlernen.

 

Monatlich im Winterhalbjahr trifft sich der Ökumenische Gesprächskreis, im Sommerhalbjahr ist er Gast in St. Paulus.

 

Großen Zuspruch findet das Generationencafe, das monatlich stattfindet. 20 - 30 Menschen treffen sich zur Andacht in der Kirche und haben dann ein geselliges Frühstück im Gemeindesaal.

 

2.7.  Diakonie

Diakonie lebt vom Mittun und sich engagieren, beruflich oder ehrenamtlich.

 

Gemäß dem Motto „Diakonie - stark für andere" hilft die Evangelische Jugendhilfe Menden seit 1966 Kindern, Jugendlichen und ihren Familien. Sie bietet neben Tagesgruppen familienaktivierende Maß-nahmen, flexible und ambulante Erziehungshilfen, Diagnose- und Vermittlungsgruppen, Wohngrup-pen für Kinder und Jugendliche sowie heilpädagogische Wohngruppen. Eine neue Schutzeinrichtung der Ev. Jugendhilfe wurde 2025 neben dem Paul-Gerhardt-Haus errichtet. Auch dadurch wird die Zusammenarbeit mit der Gemeinde gestärkt.

 

Die Diakonie Mark-Ruhr gemeinnützige GmbH ist ein Unternehmen in evangelischer Trägerschaft im Bereich der Wohlfahrtspflege und versteht ihre Aufgabe als Dienst am Nächsten. Die vielfältigen An-gebote sind für Menschen aller Altersstufen und Lebenssituationen bestimmt. Die Unterstützung von Kindern, jungen Menschen und Familien und die Betreuung älterer und kranker Menschen gehören dazu. Menschen mit Behinderung stellt sie ein umfangreiches Angebot zur Verfügung. Ihr Beratungs-angebot unterstützt Menschen, die in schwierigen oder prekären Lebenssituationen Hilfe, Beratung oder Unterstützung benötigen. Die in Menden ansässige Suchtkrankenhilfe ist dieser Institution angeschlossen. Die überregionale Anbindung macht es auch Gemeindegliedern aus Menden möglich, die vielfältigen Angebote in Anspruch zu nehmen.

 

Die Diakoniestation bietet ambulante Kranken- und Altenpflege. Die Betreuung und Versorgung älterer Menschen ist im Jochen-Klepper-Haus möglich, eine Altenhilfeeinrichtung der Evangelischen Perthes-

Stiftung. Zahlreiche Kontakte zu Gemeindegliedern machen es möglich, dass dort lebende Menschen Anteil am Gemeindeleben haben.

 

Für die Weiterentwicklung der diakonischen Arbeit und die Einbindung in überregionale Planungen hat die Evangelische Kirchengemeinde Menden Diakoniepresbyter und -presbyterinnen berufen.

 

Besuchsdienste bereichern das gemeindliche Leben, auch anlässlich der Feier eines Geburtstages älterer Menschen. Die Begleitung trauernder Menschen ergänzt die Tätigkeit der Diakoniepresbyterin/des Diakoniepresbyters. Im Rahmen einer Projektarbeit werden unterstützungsbedürftige Personen begleitet.

 

 

2.8. Liegenschaften

Die Gebäude der Gemeinde gruppieren sich um die im laufe der Zeit entstandenen Gemeindezentren.

Grundstücke in Gemeindebesitz sind zum größten Teil in Erbpacht vergeben. Dies gilt derzeit noch nicht für Grundstücke im Bereich der Erlöserkirche. Konkrete gegenwärtige Aufgabe ist die Vermarktung von Ludwig-Steil-Haus, Küsterhaus und Pfarrhaus.

 

Gebäudeüberblick: Die Gemeinde besitzt drei Gemeindezentren mit derzeit zwei Pfarrhäusern, und zwar in den Bezirken 2 und 3. Im 1. Pfarrbezirk gibt es ein Wohnhaus im Hördinger Kamp, das als Pfarrhaus zur Verfügung gestellt werden könnte. Ein Wohnobjekt im Glockenblumenweg 13 ist derzeit vermietet. Neben diesen Gebäuden besitzt die Gemeinde Gebäude für die Kindertageseinrichtungen und die Friedhöfe.

 

Gemeindehäuser: Dort findet das gesamte Spektrum an Gemeindearbeit und Gruppenleben statt. Das größte Angebot unterschiedlich dimensionierter Räume weist das Paul-Gerhardt-Haus auf, während das Bodelschwinghhaus über den größten Saal verfügt und aufgrund seiner zentralen Lage gern als Veranstalturigsort von Dritten genutzt wird. Es besitzt überdies eine gut ausgelastete Kegelbahn, die gebührenpflichtig vermietet wird. Auch die Erlöserkirche verfügt seit dem Anbau 2015 über ein gutes Raumangebot. Alle Zentren sind baulich in gutem Zustand. In der Nutzung haben sich Schwerpunkte herausgebildet. Das Bodelschwinghhaus beherbergt auch die Verwaltung mit dem Gemeindebüro und dem Friedhofsbüro. Die Vermietungen der Häuser für private Zwecke sind einheitlich geregelt.

 

Gebäude der Kindertageseinrichtungen: Die drei Kindertageseinrichtungen arbeiten in jeweils freiste-henden eigenen Gebäuden in räumlicher Nähe zu unseren Gemeindezentren. Deren Lage fördert den Zusammenhalt mit der Gemeinde und erleichtert gottesdienstliche Aktivitäten der KiTas. Deren größte ist der Paul-Gerhardt-Kindergarten. Alle drei realisieren Über-Mittag-Betreuung, was eine entspre-chende Versorgungsinfrastruktur (Küche, Essbereich) bedeutet. Auch Rückzugsorte (kleinere Gruppen-nebenräume) sind in jeder Einrichtung ausreichend vorhanden. Die U3-Betreuung ist integraler Be-standteil der drei Einrichtungen. Die Gebäude sind gut ausgestattet und in gutem baulichen Zustand.

 

Friedhöfe: Auf den beiden derzeit betriebenen Friedhöfen Am Hahnenbusch und Wietholz befinden sich Friedhofskapellen. Der erstgenannte ist Sitz des Friedhofsbetriebs und verfügt über ein modernes Wirtschaftsgebäude. Die räumliche und bauliche Ausstattung der Friedhöfe ist angemessen. Der Pflegezustand der Anlagen ist vorbildlich.

 

2.9.  Friedhöfe

Die drei Friedhöfe der Gemeinde sind in einem Betrieb zusammengefasst. Neben den hoheitlichen werden auch gewerbliche Arbeiten durchgeführt, die im Rahmen eines gewerblichen Eigenbetriebs abgewickelt werden. Bei den Ausgaben (ohne Eigenbetrieb) werden etwa 60 Prozent für die Personal-kosten aufgewendet, für Ausstattungen und Instandhaltung ca. 12 Prozent. Für die Bewirtschaftungs-kosten, den Erwerb beweglicher Sachen und Sonstiges fallen ca. 14 Prozent an, die restlichen 14 Prozent verteilen sich auf Abschreibungen und Annuitäten.

2.10.  Demographische Entwicklungen der Stadt und Kirchengemeinde

In den nächsten Jahren geht die Einwohnerentwicklung in fast allen Stadtteilen zurück und der Anteil an über sechzigjährigen Mitbürgern und Mitbürgerinnen nimmt kontinuierlich zu. Die Ausnahme bilden die Stadtteile Bösperde und Halingen, hier wird die Bevölkerung lt. Prognose der Stadtverwaltung Menden insgesamt wachsen. Das lässt folgende Schlüsse zu:

Menden wird kleiner und älter

Bösperde und Halingen und Schwitten wachsen Kirchensteuer zahlende Gemeindeglieder werden weniger Die Kinderzahl wird sinken.

 

Die Konsequenzen für die Evangelische Kirchengemeinde Menden: Die über Fünfzigjährigen werden wir weiter im Blick behalten

Beibehaltung von Gottesdiensten, Gruppen und Kreisen in den Gemeindezentren, solange siebestehen.

 

2.11. Entwicklung von Finanzen, Gebäuden und Personal

Unter dem Aspekt der Kirchensteuerentwicklung und den Erwartungen der Landeskirche sind die für 2025 und wohl auch in kommenden Jahren zu erwartenden Kirchensteuern für die Kirchengemeinde Menden rückläufig.

 

Wir werden vorhandene Vermarktungsmöglichkeiten nutzen, ggf. auch eine verbesserte Vermietung unserer Räumlichkeiten anstreben, damit die Kirchengemeinde Einschnitte im Haushalt geringhalten kann.

 

3.  Struktur der Gemeinde

 

Die Evangelische Kirchengemeinde Menden begreift sich als eine Gemeinde. Dies ist in der Geschichte der Gemeinde nicht immer selbstverständlich gewesen. Ein Anliegen der Gemeindekonzeption ist es, diese Einheit darzustellen und mit Leben zu füllen. Die Gemeinde ist in drei Bezirke gegliedert, die organische Gebiete und Grenzen berücksichtigen.

 

3.1.  Gemeindebezirke

Pfarrbezirk 1 - Stadt: Zum Pfarrbezirk 1 gehören die Heilig-Geist-Kirche, das Bodelschwinghhaus und die Kindertageseinrichtung Friedrich-von-Bodelschwingh.

 

Pfarrbezirk 2 - Platte Heide: Zum Pfarrbezirk gehören das Paul-Gerhardt-Haus und die Ev. Kindertageseinrichtung Paul-Gerhardt. Auf Platte Heide befindet sich das Altenheim Jochen-Klepper-Haus, welches sich in der Trägerschaft der Evangelischen Perthes Stiftung e. V. befindet.

 

Pfarrbezirk 3 - Bösperde: Er umfasst die Bereiche Bösperde, Halingen, Schwitten und Barge

mit dem Mittelpunkt Erlöserkirche, die im Jahr 2016 durch einen Neubau erweitert wurde. In der Nähe der Kirche ist der Ev. Kindergarten Bösperde.

 

3.2. Pfarrdienst

Wir haben drei Gemeindepfarrstellen. Bestimmte Aufgaben werden von einzelnen Pfarrern für die ge-samte Gemeinde wahrgenommen, so z. B. Kontakte zur Moscheegemeinde, Gemeindebrief, Männerarbeit, Kinder- und Jugendarbeit, Altenheimseelsorge, Peru-Partnerschaft, Lektorenlnnenfortbildung, Ökumenischer Gesprächskreis und Projekte.

 

Wir wollen tragfähige Bezirke, denen sich unsere Gemeindeglieder und Gruppen und Kreise zugehörig fühlen. Die Gottesdienstzeiten sind vom Presbyterium so festgelegt worden, dass jeweils zwei Pfarrer an einem Sonntag die drei Gottesdienste feiern können. Der Pfarrdienst im Bezirk umfasst die Bereiche

Gottesdienste, Unterweisung (Kontakte zu den Kindergärten und Grundschulen, Erwachsenbildung...), Seelsorge und Amtshandlungen, Ökumene, Öffentlichkeitsarbeit (Kontakte zu Vereinen und Verbän-den, Gremienarbeit).

 

Zur Pfarrstelle 1„Stadt" gehören die Partnerschaftsarbeit mit Lima, Kirchenmusik und Stadtkirchenarbeit.

 

Zur Pfarrstelle 2 „Platte Heide" gehört die Kinder- und Jugendarbeit einschließlich der Konfirmandenarbeit.

 

Zur Pfarrstelle 3 „Bösperde" gehören die Seelsorge und Gottesdienste in den Altenheimen, die Redaktion des Gemeindebriefes und Schulungsangebote für Lektoren.

 

3.3.  Mitarbeitende in der Kirchengemeinde

Viele ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen sich in den Dienst der Kirche: Leitung der Frauenhilfe, Bezirksfrauen, Prädikanten und Prädikantinnen, Lektorenlnnendienst, Mitarbeitende in der Konfirmandenarbeit, der Kinder- und Jugendarbeit, Besuchsdienste, Leitung von Gruppen und Kreisen, Gemeindebriefverteiler und -verteilerinnen, ehrenamtliche Küster und Küsterinnen, Ma(h)IZeit, das Kirchcafe. Erwähnt seien auch die Presbyterinnen und Presbyter. Wir sind dankbar, dass eine Person aus dem Presbyterium den Vorsitz übernimmt. Zurzeit haben wir zwölf Presbyter und Presbyterinnen.

 

Ohne die Ehrenamtlichen wären die vielfältigen Aktivitäten der Gemeinde nicht denkbar. Darüber hinaus beschäftigt die Kirchengemeinde hauptamtlich Mitarbeitende in verschiedenen Arbeitsfeldern: im Küsterdienst, in der Kirchenmusik, in der Kinder- und Jugendarbeit und im Gemeinde- und Friedhofsbüro. Hinzu kommen die Friedhofsgärtner, die Gemeindeschwester und der Reinigungsdienst.

 

 

4.  Schwerpunkte der Gemeindearbeit und Ziele

 

4.1.  Gottesdienste

Wir sehen im Gottesdienst das Zentrum des Gemeindelebens. Sonntagvormittags findet an allen Pre-digtstätten ein Gottesdienst in klassischer oder ähnlicher Form statt. Im Lauf des Jahres werden an jeder Predigtstätte Gottesdienste mit eigenem Profil angeboten: Beteiligung von Einzelpersonen oder Gemeindegruppen, Gottesdienste mit den Kindertageseinrichtungen, mit Familien, mit Konfirmanden und Konfirmandinnen, Kindern oder Jugendlichen, mit musikalischen Akzenten, der Beteiligung von Chören oder Ensembles, literarische Gottesdienste, Jubiläen, Gemeindefeste etc.

 

4.2.  Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

Die Arbeit mit Kindern ist ein Schwerpunkt unserer Gemeindearbeit. Die Kindertageseinrichtungen und ihre Mitarbeitenden spielen dabei eine wichtige Rolle, ebenso wie zahlreiche ehrenamtlich Engagierte. Wir sehen darin einen Bestandteil des Gemeindeaufbaus und achten auf die Verknüpfung mit dem gottesdienstlichen und kirchenmusikalischen Leben.

 

Die Pfarrer arbeiten mit dem Kindergarten und den Grundschulen ihres Bezirks, sie feiern Familien-und Schulgottesdienste. Die Pfarrer begleiten die Mitarbeitenden in den Kindergärten seelsorglich und unterstützen sie in ihrer religionspädagogischen Arbeit. Seit 2010 sind getaufte Kinder in unserer Gemeinde zum Abendmahl zugelassen.

 

Familien und Neugeborene persönlich zu begrüßen ist der Schwerpunkt der Besuchsdienste der GemeindeSchwester im Rahmen des Projektes „Mit Kindern neu anfangen".

Für Kinder ab dem achten Lebensmonat gibt es im Paul-Gerhardt-Haus eine Eltern-Kind-Gruppe. Für Kindergartenkinder ab einem Alter von zwei Jahren gibt es eine Nachmittagsgruppe.

 

Der Pfarrer des 2. Pfarrbezirks führt die Konfirmandenarbeit für die Gesamtgemeinde gemeinsam mit dem Ausschuss für Kinder- und Jugendarbeit, dem Jugendreferenten und weiteren Mitarbeitenden durch. Der Konfirmandenarbeit liegt das 2018 vom Presbyterium beschlossene Konzept für KA 3 / KA 8 zugrunde. Sie ist am Paul-Gerhardt-Haus im Bezirk Platte Heide verortet.

 

Seit dem Sommer 2017 beteiligen wir uns am Konfi-Camp des Kirchenkreises, einer Freizeit im Sommer.

 

Für Acht- bis Zwölfjährige wird eine Osterfreizeit angeboten, weitere Angebote des Jugendreferats gibt es in den Sommerferien.

 

Der Jugendreferent ist dem Pfarrer des 2. Pfarrbezirks zugeordnet.

 

4.3.  Kirchenmusik

Die Kirchenmusik soll in ihrer derzeitigen Form gepflegt und möglichst fortgeführt werden. Wir beschäftigen eine Kantorin mit einem Stellenumfang von 75 Prozent.

 

4.4.  Partnerschaftsarbeit

Seit 2001 besteht die Partnerschaft zwischen der lglesia Evangelica de los Peregrinos in Lima (Peru) und unserer Evangelischen Kirchengemeinde Menden. Die Grundlage unserer Partnerschaft bilden die drei Säulen: Spiritualität (das heißt miteinander in unserem christlichen Glauben wachsen), Kommuni-kation (das heißt kennenlernen und Kontakte pflegen) und Solidarität (das heißt füreinander Verant-wortung tragen). 2019 haben unsere beiden Gemeinden einen Partnerschaftsvertrag geschlossen. Die drei Säulen sind im Vertrag mit konkreten Ideen zum Austausch und der Zusammenarbeit ausgeführt, die sich in den letzten 24 Jahren bewährt haben.

 

4.5.  Sammlung und Stärkung Ehrenamtlicher

Ehrenamtliches Engagement ist eine wesentliche Lebensäußerung unserer Gemeinde mit zukünftig noch wachsender Bedeutung. Wir arbeiten daran, kontinuierlich Menschen zu gewinnen, die an für sie passenden Stellen das Gemeindeleben mitgestalten und -tragen. Sie werden geschult und unterstützt. Sie erfahren Aufmerksamkeit und Wertschätzung.

 

Ehrenamtliche dürfen und sollen in Teams eigenverantwortlich arbeiten. Wir pflegen funktionierende Strukturen der Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamtlichen und entwickeln sie weiter (z. B. in der Konfirmandenarbeit). Wir unterstützen Ehrenamtliche durch geeignete Angebote darin, ihre Kompe-tenzen zu erweitern und ihren Glauben zu vertiefen. In der Gemeinde findet regelmäßig ein gemeinsamer Mitarbeiterinnen- und Mitarbeiterdank statt. Wir stehen projektbezogenem oder zeitlich befristetem Engagement aufgeschlossen gegenüber.