Evangelische Kirchengemeinde Menden - Willkommen

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Willkommen

Wir begrüssen Sie herzlich auf der Internet-Seite der Evangelischen Kirchengemeinde in Menden und freuen uns, dass Sie sich für unsere Angebote und Veranstaltungen interessieren.

Wir informieren Sie gern über Aktuelles aus unserer Gemeinde, die aktuellen Gottesdiensttermine, die Veranstaltungen unserer Gemeinde im aktuellen Wochenplan sowie Informationen zur Kirchenmusik und über die vielfältigen Angebote der Evangelischen Kirchengemeinde in Menden.

Ob Sie ein vertrauliches Gespräch wünschen oder weitere Informationen suchen - informieren Sie sich hier oder nehmen Sie Kontakt zu uns auf. Gerne beantworten wir Ihre Fragen auch per E-Mail info@kirche-in-menden.de oder per Post (Gemeindebüro Bodelschwingh-Haus, Bodelschwingh-Straße 4, 58706 Menden).


Aktuelles aus unserer Gemeinde

Information Gemeindebüro / Friedhofsverwaltung
Besuch aus Peru vom 4. bis 18. Mai 2016
Gottesdienst an Christi Himmelfahrt
7. Nacht der offenen Kirchen
Forum für Presbyterinnen und Presbyter
Mädchenfreizeit in den Niederlanden


Andacht Christi Himmelfahrt

GETRENNTES VERBINDEN

Es ist nicht selbstverständlich, Christi Himmelfahrt als Feiertag zu begehen; praktisch tun das heute ja ohnehin nur noch wenige Menschen (viele sprechen inzwischen vom "Vatertag"). Aber auch die, die es als christliches Fest feiern, haben ihre Schwierigkeiten. Denn es liegt in der Natur der Sache - also der Himmelfahrt Christi - dass Jesus damit die Welt verlässt und uns auf Erden hinterlässt. Man könnte also sagen: Nach Jesu Himmelfahrt sind wir Erdenbürger von Jesus Verlassene, sozusagen Hinterbliebene.


Pfarrer Frank Fiedler
Pfarrer der ev. Kirchengemeinde Menden
Im Evangelium (Lk 24,52) hören wir dennoch von „großer Freude“ (V.52), mit der die Jünger Jesu nach Jerusalem zurückkehren. Jesu Himmelfahrt erscheint als ein großer Segen: Jesus hebt seine Hände auf - aber nicht, um zum Abschied ein letztes Mal zu winken, sondern um ein erstes Mal - zu segnen: Zuerst seine Jünger und ihre Zeit auf Erden und danach das Zeitliche.
Wenn wir von einem Menschen sagen, er habe das Zeitliche gesegnet, dann umschreiben wir mit etwas blumigen Worten den Umstand, dass ein Mensch gestorben ist. Wenn Jesus hier am Schluss des Evangeliums das Zeitliche segnet, dann nicht, um Trennungen zu markieren, sondern Verbindungen zu schaffen. Verbindungen zwischen einer vergänglichen Welt und dem unvergänglichen, ewigreichen Gott. Verbindungen zwischen einer oft elenden und trostlosen Gegenwart und einer herrlichen und erfüllten Zukunft.
Der Abschied, der hier erfolgt, ist eben kein Abschied von einem Toten, sondern ein Abschied von einem Lebendigen, vom auferstandenen Christus.

Was aber ist nun mit der Erde, was geschieht mit den Hinterbliebenen, was können oder sollen wir tun, nachdem Jesus weg ist? In gespannter Erwartung kehren die Jünger nach Jerusalem zurück, - und zwar zurück zum Gottesdienst, - zum Gottesdienst, den die Juden im Tempel feiern.
Die Trennung zwischen Juden und Christen hat nicht Jesus vollzogen, diese Scheidung hat es für die ersten Jünger nicht gegeben und es kann sie nicht geben. Die Jünger - so heißt es - „waren allezeit im Tempel und priesen Gott“. Diese Verse sind wie kleine Stolpersteine, - ähnlich den am Montag in der Hauptstraße 3 verlegten: Die Jünger sind nach Jerusalem zurückgekehrt, um dort im Tempel den Gott Israels zu loben und zu preisen. Der Lobgesang zu Gottes Ehren, der Gottesdienst im Namen Jesu, unser dankbarer und freudiger Gottesdienst, er ist und bleibt durch Jesus verbunden mit Israel.
Wie schön, im Gottesdienst etwas vom Himmel zu erfahren, von Gott im Himmel und Jesus an seiner Seite. Von den Verbindungen, die Christus unter uns schaffen will. Dazu feiern wir am Himmelfahrtstag wieder einen ökumenischen Gottesdienst – in der Leitmecke um 11 Uhr, die evangelischen Christinnen und Christen, die römisch-katholischen, die von der Freien Gemeinde Ecclesia und Christen aus der Pilgerkirche in Lima in Peru. So können wir uns über die Himmelfahrt Christi freuen wie die ersten Jünger. Sie ist ein Abschied und ein Segen. Ein Abschied voller Hoffnung auf ein Wiedersehen.

Ihr Frank Fiedler


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