Evangelische Kirchengemeinde Menden - Willkommen

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Willkommen

Wir begrüssen Sie herzlich auf der Internet-Seite der Evangelischen Kirchengemeinde in Menden und freuen uns, dass Sie sich für unsere Angebote und Veranstaltungen interessieren.

Wir informieren Sie gern über Aktuelles aus unserer Gemeinde, die aktuellen Gottesdiensttermine, die Veranstaltungen unserer Gemeinde im aktuellen Wochenplan sowie Informationen zur Kirchenmusik und über die vielfältigen Angebote der Evangelischen Kirchengemeinde in Menden.

Ob Sie ein vertrauliches Gespräch wünschen oder weitere Informationen suchen - informieren Sie sich hier oder nehmen Sie Kontakt zu uns auf. Gerne beantworten wir Ihre Fragen auch per E-Mail info@kirche-in-menden.de oder per Post (Gemeindebüro Bodelschwingh-Haus, Bodelschwingh-Straße 4, 58706 Menden).


Blog Pilgerjahr in Lima

Seit Mitte August berichtet Miriam Wuttke in unserem Peru-Blog über Ihre Erlebnisse in Peru.
Schauen Sie mal rein: Link-Pfeil Blog Pilgerjahr in Lima


Aktuelles aus unserer Gemeinde

"Hei, lustig soll's werden"
Gemeindefest rund um die Heilig-Geist-Kirche
Festliches Kantatenkonzert
Kirchenasyl in unserer Gemeinde
Freie Plätze: Sommerfreizeiten
Sommerfreizeiten – Die kreiskirchlichen Flyer sind jetzt erhältlich!


Wort zum Sonntag

Über Mut und Vorurteile / Sauerländer wider allen Klischees

Liebe Mendenerinnen und Mendener!
Ich bin erst seit einem halben Jahr Mendenerin, die Ausbildung führte mich in diese Stadt. Manche Leute wollten mich auf meinem Weg des Umzuges ins Sauerland vorbereiten, auf die Mentalität der Sauerländer*innen und umschrieben die Menschen hier als kühl und distanziert, die ihre Zeit brauchen, um miteinander warm zu werden.


Vikarin Mareike Gintzel
Evangelische Kirchengemeinde Menden
Es gab Stimmen, die meinten, hier herrsche eine nüchterne Höflichkeit und eher zurückhaltene Zugewandheit. Komisch, davon hab ich noch nichts erlebt. Ganz im Gegenteil: In der Gemeinde begegnet man mir mit Neugier, offenen Ohren und Armen. Ich werde eingeladen und mitgenommen. Das mag man für selbstverständlich halten, wenn eine neue Mitarbeiterin in den Arbeitskreis kommt, die gerne mitmachen und alles kennenlernen möchte. Aber auch außerhalb der evangelischen Gemeinde treffe ich auf Menschen, die wohl nicht dem sauerländischen Klischee entsprechen wollen.

In meinem Viertel lerne ich jetzt so nach und nach die Nachbarinnen und Nachbarn kennen. Man trifft sich im Garten oder auf der Straße mit den Hunden an der Leine, die gerne den Erstkontakt schaffen.

Ich scheue mich nicht davor, bei Fremden zu klingeln oder sie zu fragen, wenn ich Hilfe brauche. Wenn ich z.B. eine helfende Hand oder eine Tasse Zucker oder einen Rat benötige. Mutig und frei gehe ich auf die Menschen zu, ganz nach dem Motto: "Bittet, so wird euch gegeben. Suchet, so werdet ihr finden. Klopfet an, so wird euch aufgetan." Und ich habe mit diesem Lebensmotto Erfolg. Trotzdem ist es nicht immer leicht, selbst den ersten Schritt zu machen. Es kostet Kraft und manchmal auch Überwindung zu bitten, zu fragen, anzuklopfen. Vor allem wenn man neu ist und nichts und niemanden kennt ist die Hemmschwelle groß. Wie schön ist es da doch, wenn man hin und wieder selbst von anderen angesprochen wird; wenn andere den ersten Schritt machen, mutig sind, sich vielleicht auch überwinden müssen. Und diese Fremden einem dann im Gespräch begegnen, willkommen heißen in der Nachbarschaft oder auch eine Einladung aussprechen.

Während ich in diesen Frühlingstagen das Gefühl bekomme, langsam hier in Menden angekommen zu sein und aufgenommen zu werden, überhäufen mich die Nachrichten von Menschen, die auf der Flucht nach Europa sterben und in den Meeren ertrinken, bevor sie ein Leben in Sicherheit erreichen konnten.

Und ich frage mich, warum es so schwer ist, das was wir im Kleinen hier (er-)leben – in Menden, in Deutschland, in Europa - auch auf das Große zu übertragen? Warum scheint es uns so schwierig, Menschen aufzunehmen, die suchen, bitten und anklopfen? Mir spricht die Aussage von Jesus aus dem Lukasevangelium (Kapitel 11, Vers 9) Mut und Zuversicht zu, dass meinem Bitten geholfen wird, wenn ich mich nur traue zu fragen. Aber ich höre in dieser Aussage auch die Aufforderung meine Scheu abzulegen und anderen die Tür zu öffnen: mich ansprechen zu lassen, wenn jemand fragt und bittet und auch zu geben, wen jemand bedürftig ist. Und wie viel schöner wird es doch für mein Gegenüber, wenn ich ihm schon entgegen komme mit offenen Ohren und Armen.

Vikarin Mareike Gintzel,
Evangelische Kirchengemeinde Menden


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