Evangelische Kirchengemeinde Menden - Wort zum Sonntag


Wort zum Sonntag

Wunder der Natur


Kerstin Scheppmann, Berufsschulpfarrerin
Bei nasskaltem Novemberwetter – das Thermometer zeigt knapp 10 Grad – bewegen sich Besucher der Ausstellung in einer 30 m langen Warteschlange zum Eingang des Industrie-Denkmales Gasometer, das die „Wunder der Natur“ zeigt. Drinnen ist es nicht weniger voll oder gar wärmer. Trotzdem begeistern uns die Naturwunder-Fotos und versetzen schon in ihrer zweidimensionalen Schönheit in Staunen.

In einen ganz anderen Raum sind wir im riesigen Dachgeschoss des Gebäudes versetzt: Über unseren Köpfen sehen wir, wie gleichmütig der riesige Erdball unseres Planeten im nachtblauen All um sich selbst rotiert. Beim Betrachten der Weltkugel kommen wir uns fast wie Astronaut*innen im Weltall vor. Der Planet Erde sieht wirklich schön aus: Seine Ozeane zeigen majestätische Blautöne, grünlich-braune Erdteile sind von zarten weißen Streifen der Atmosphäre teilweise verhüllt. Während die Erde sich mit kraftvoller Ruhe um sich selbst dreht, sieht man das Licht des Tages über sie wandern.

Die Schönheit unserer Welt berührt und hinterlässt starke Sinneseindrücke:
Zwar sehen wir aus dieser Perspektive nichts von den vielen Lebewesen und uns 7,5 Milliarden Menschen, die „Mutter Erde“ auf sich beheimatet. Trotzdem macht das Bewusstsein, hier mit vielen anderen beheimatet zu sein, dankbar und fürsorglich.

Es bleibt mit Teilhard de Chardin zu hoffen: „Eines Tages, nachdem wir Herr der Winde, der Wellen, der Gezeiten und der Schwerkraft geworden sind, werden wir uns in Gottes Auftrag die Kräfte der Liebe nutzbar machen. Dann wird die Menschheit zum zweiten Mal in der Weltgeschichte das Feuer entdeckt haben.“
Aufmerksames Achten auf die Wunder der Schöpfung in uns und um uns herum sowie unseres einzigartigen Lebensraumes wünscht Ihnen

Kerstin Scheppmann, Berufsschulpfarrerin

 


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