Wort zum Sonntag


Die Tür

Liebe Leserinnen und Leser,
neulich in meiner „alten“ Heimat in Norddeutschland. Ich fahre durch einen kleinen Ort, im Alten Land, in der Nähe von Stade. Himmelpforten steht da auf dem Ortsschild. Himmelpforten: Als kleines Kind dachte ich immer, dass dort der Eingang zum Himmel sei.

Bärbel Vane
Bärbel Vane - Prädikantin in der
Evangelischen Kirchengemeinde Menden
Später, als Teenager, kamen mir dann spontan die diversen Witze von der Himmelstür in den Sinn. Jetzt im guten Mittelalter fragte ich mich, ob da wirklich Petrus an der Tür stehen wird um mich ins „Kreuzverhör“ zu nehmen? Ich denke nicht!

Wenn es wirklich die eine Tür gibt, dann wird sie sperrangelweit geöffnet sein. Jesus wird in ihr stehen und darauf warten, dass wir endlich zu IHM kommen. Und ER wird uns auch ganz bestimmt nicht danach fragen, was wir so privat oder beruflich geleistet oder erreicht haben während unseres irdischen Lebens.

Welche Konfession wir hatten oder ob wir immer schön regelmäßig in der Kirche waren? Mal ganz abgesehen davon, dass Jesus das sowieso alles von uns weiß. Nein, all dass wird er uns nicht fragen, denn unsere Werte und Maßstäbe entsprechen nicht seien Werten. Gott, sei Dank. Aber ich denke, dass ER uns fragen wird: „Erkennst du an, was ich auch für dich getan habe?“ Und: „Was hast du getan, was hast du gesagt, um meinetwillen?“

Jesus, die Himmelspforte. ER ist die offene Tür zu unserem ewigen Leben in Geborgenheit, Liebe und im Angenommensein. Nicht erst nach unserem Tod, sondern schon im Hier und Jetzt.

Herzlichst,
Ihre Bärbel Vane
Prädikantin in der Evangelischen Kirchengemeinde Menden


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