Wort zum Sonntag


Liebe Leserin, lieber Leser,
es ist die Zeit der Feste. Abiturfeiern, Schützenfeste, Gartenparties, Schulentlassfeiern und Gemeindefeste folgen dicht aufeinander. Viele Menschen nutzen die Sommerzeit auch, um private Geburtstagsfeiern oder Familienfeste zu feiern. Alle hoffen auf gutes Wetter, auf super Stimmung und viele fröhliche Gäste.


Dafür nehmen die Schulen, Vereine, Gemeinden und Privatpersonen viel Arbeit auf sich. Einladungen werden sorgsam am Computer designt, farbig gedruckt und verschickt. Koch- und Backbücher werden zu Rate gezogen, um ein fantastisches Menü oder Büffet zu zaubern. Bastelfans kommen beim Dekorieren voll zum Zug. Und schließlich will auch bedacht sein, dass Groß und Klein zu ihrem Recht kommen und diejenigen nebeneinander am Tisch platziert werden, die sich gut leiden können. Bis das Fest kommt, sind die, die es ausrichten, oft schon erschöpft. Aber die Vorfreude überwiegt dann doch alles.

Pfarrerin Dorothea Goudefroy
Pfrn. Dorothea Goudefroy
Wie furchtbar wäre es, wenn dann keiner käme! Leere Bierstände, Essen, das langsam schrumpelig wird, Bands, die vor leerem Saal spielen… Gastgeber, die traurig und wütend, vor allem aber enttäuscht sind.

Gibt es nicht? Gibt es doch. Jesus erzählt von einer großen Festeinladung des „Hausherrn“ (Link-Pfeil Lukasevangelium Kapitel 14, Vers 16-24). Schnell verstehen wir, dass damit Gott selber gemeint ist. Er lässt die Gäste rufen, als alles vorbereitet ist. Aber sie lassen sich entschuldigen, sie haben Dringenderes und Wichtigeres zu tun. Keiner kommt. Der Hausherr wird zornig: Ist nicht alles gut vorbereitet? Hätten die Gäste sich bei Essen und Trinken, bei Musik und guten Gesprächen nicht wohl gefühlt? Was für eine Enttäuschung!

Der Hausherr trifft eine Entscheidung. Er möchte nicht, dass alles verdirbt, er möchte, dass es Menschen damit gut geht! Wenn die ursprünglich Eingeladenen nicht kommen, dann öffnet er seine Türen eben für alle. Wirklich Alle. Jeder ist willkommen. Wer Lust hat, der erlebt bei Gott ein Fest, das nicht fröhlicher und stärkender sein könnte.

Jesus stellt uns zwei Fragen, indem er seine Geschichte vom Festmahl erzählt. Die erste heißt: lässt du dich einladen, oder hast du was Dringenderes zu tun? Findest du Zeit zu genießen, wie gut Gott es mit dir meint?

Und die zweite Frage heißt: Laden wir Kirchengemeinden alle Menschen ein? Ist bei uns Jeder willkommen und kann erleben, wie fröhlich und stärkend die Gemeinschaft der Glaubenden ist? In diesen Wochen stehen unsere Kirchentüren immer wieder offen. Wir laden ein zu Festen, zum Feiern, zum Essen und Trinken und zum Kraftschöpfen. Kommen Sie doch auch, wir freuen uns über Alle!

Ihre Pfarrerin Dorothea Goudefroy
Evangelische Kirchengemeinde Menden


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