Evangelische Kirchengemeinde Menden


Wort zum Sonntag

„Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir"
(Hb.13,14)

Liebe Leserinnen und Leser,
Pfarrer Hans D.  Daubner
Pfarrer Hans D. Daubner
hat das etwa mit uns was zu tun? Oder gar mit der Stadt Menden? Bürger gestalten „Zukunftsstadt“ - konnte man neulich lesen. Es stellt sich sogleich die Frage nach dem „Wie?“.  In diesen großen Zusammenhang und in all das, was sich in der Stadt so tut, passen die Worte der Jahreslosung 2013. Sie berichten zum einen von unserem Hier- und Jetzt-Zustand und zum anderen von unserem Suchen und Versuchen.

„Wir haben hier keine bleibende Stadt . . .“ Es ist zuerst einmal die Erinnerung an unsere Vergänglichkeit. Wir haben hier keine Bleibe. Unser Leben ist zeitlich begrenzt. Wir sind Gäste auf Erden, aber keine Fremdlinge. . . . „sondern die zukünftige suchen wir“. Das ist die Aufforderung, die uns geschenkte Zeit zu füllen, der Versuch, mit ihr recht umzugehen.

„Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich um die Dinge ziehn.
Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen,
aber versuchen will ich ihn.“

(R. M. Rilke)

Es könnten die Verse des Dichters an die Geschichte eines Baumes erinnern: Hinter der Baumrinde die einzelnen Ringe. Der älteste innere Teil hat sich abgehärtet. Unter der Rinde liegt eine hauchdünne Schicht, die lebenden Zellen. Alle Ringe kreisen um die Mitte, sind auf sie ausgerichtet. Diese Mitte ist Christus, der unsere Versuche sinnvoll macht, unserem Tun und Lassen Ausrichtung gibt. Von hier aus ist es dann gar nicht weit bis zur „zukünftigen Stadt“. Auf der Suche nach der Stadt, in der wir ewig bleiben werden, bleiben wir in der Hoffnung und werden von der Hoffnung getragen durch die Zeit. Wie würde sie denn aussehen, diese Stadt?

Als Stadt Gottes ist sie das Paradies, der Garten Eden, denn in ihr steht der Baum des Lebens. Es ist eine Gartenstadt, die Menschen und Natur harmonisch vereint. In dieser Stadt wohnt Gott selbst und ist ihr Tempel. Die Strassen der Stadt sind wie durchscheinendes Glas. Es ist eine Lichterstadt. Die Tore der Stadt werden nicht verschlossen. Sie stehen allen Menschen offen.

Es ist eine Friedensstadt. Gartenstadt, Lichterstadt, Friedensstadt, das könnte es sein, worauf die Jahreslosung zielt.
„Wir haben hier keine bleibende Stadt. Die zukünftige suchen wir.“

Es geht weiter das Suchen und Versuchen, die Auseinandersetzungen und das Zusammenfinden – auch wenn es manchmal komisch und lustig zugeht. Man darf gespannt sein, was sich in Zukunft noch so alles in unserer Stadt Menden tun wird.

In diesem Sinne grüßt Sie recht herzlich
Pfr. Hans D. Daubner
Evangelische Kirchengemeinde Menden


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