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22 schwebende Taufkleider

Taufkleider-Ausstellung

14.06.2011 Oliver Diepes © Der Westen

Taufkleiderausstellung

Menden. Ein außergewöhnlicher Anblick: 22 Taufkleider scheinen in der Luft zu schweben, wenn man momentan die Heilig-Geist-Kirche betritt. Eine imposante Taufkleider-Ausstellung ist in den nächsten zwei Wochen zu sehen.

Sie sehen nicht nur wunderschön aus, sondern erzählen auch spannende Familiengeschichten: Die ausgestellten Taufkleider in der Heilig-Geist-Kirche haben allesamt eine längere Historie – eine spannende Reise in die Vergangenheit ist bei dieser einzigartigen Sammlung garantiert. "Die Kleider sind teilweise durch die Welt gereist. Eines war sogar schon in Kanada", sagte Pfarrerin Dorothea Goudefroy.

Mitglieder aus der Gemeinde haben die Exponate für die Ausstellung zur Verfügung gestellt. An fast jedem Kleidungsstück hängt ein kleines Informationsblatt, auf welchem in Stichpunkten zu lesen ist, wo und wer in dem jeweiligen Kleid getauft worden ist. Und die kleinen Details wissen zu beeindrucken: Das älteste Exemplar stammt aus dem Jahr 1893, eines wurde aus einem Tanzkleid genäht, ein anderes wiederum wurde in England gefertigt. Im Gottesdienst am Sonntagmorgen waren einige Gemeindemitglieder und Gäste anwesend, die in den Taufkleidern als Säuglinge gesegnet worden waren.

Auch alte Urkunden, eine finnische Tauf- und Patenbescheinigung sowie Taufkerzen sind zu bestaunen. Ein weiteres historisches Schmuckstück: die Taufschale der Gemeinde aus dem Jahr 1883.

"Wir wollen mit dieser Ausstellung nicht die Geschichte des Taufkleides erzählen, sondern vor allem an die Taufe an sich erinnern", betonte Pfarrerin Goudefroy. "Die Taufe ist der Anfang vom Christ-Sein. Zwar kann sich keiner an diesem Moment erinnern, jedoch kann man aktiv überlegen: Was heißt diese für mich heute?", so die Pfarrerin weiter.

Die Besucher der Ausstellung haben dabei nicht nur die Gelegenheit, die Exemplare zu besichtigen: Sie können sich in einem Taufbuch mit dem Datum der Taufe und dem jeweiligen Taufspruch eintragen. "Dann können wir sehen, wer am selben Tag getauft wurde. Das wäre doch eine lustige Entdeckung", sagte Goudefroy.

Auch ein weiteres Nebeninteresse verfolgt die Pfarrerin mit der Aktion. "Die Kirche ist länger für die Menschen geöffnet", unterstrich die Geistliche.

Die Ausstellungszeiten: Donnerstag, 16. Juni: 16 bis 20 Uhr; Freitag, 17. Juni:10 bis 12 Uhr; Sonntag, 19. Juni: rund um den 11-Uhr-Gottesdienst und rund um das Orgelkonzert um 18 Uhr; Dienstag, 21. Juni, und Freitag, 24. Juni, jeweils 10 bis 12 Uhr; Sonntag: 26. Juni, rund um den 11-Uhr-Gottesdienst. Gruppenzeiten auf Anfrage (Telefon 915 441).


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