Weihnachtsbotschaft an die Evangelische Kirchengemeinde in Menden - Deutschland

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Aus der Gemeinde der Iglesia Evangélica de los Peregrinos, San José – El Agustino Lima

Liebe Brüder und liebe Schwestern:
"Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr." ( Lk 2,10-11).

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Wir schreiben euch aus diesem wunderbaren Anlass um euch eine "Frohe Weihnacht" zu wünschen und dass das sich nahende neue Jahr euch allen viele Erfolge und Segnungen bringen möge. Weihnachten ist der beste Zeitpunkt an die Menschen zu denken, die man liebt und sich ihnen mitzuteilen, und ihr seid in unsren Gedanken und in unseren Gebeten. Hier reisen die Leute viel in diesen Tagen und Lima scheint mehr Menschen als normalerweise zu versammeln, es ist als ob Weihnachten menschliche Wärme bringt. Die Geschäfte und die ganze Welt ist im Weihnachtsfieber, obwohl sie auch in einer allgemeinen Panik leben über den "Weltuntergang", aber die Engelsbotschaft ist verheißungsvoll, er, der geboren ist, kommt um zu retten, und ein Licht zu sein für die Völker (Jesaja 9,2).

Weihnachten in Lima ist auch eine Zeit der Geschäftigkeit auf allen Ebenen und vor allem in der Wirtschaft. Die Leute regen sich auf und grämen sich im Kaufen und Verkaufen, die Kinder erhoffen sich ihre Geschenke. Die Banken, die Unternehmen, der ganze Arbeitssektor privat und öffentlich geben ihren Angestellten Geldgeschenke und weihnachtliche Präsentkörbe, sie organisieren Zusammenkünfte mit gemeinsamem Essen - und alles weil Weihnachten ist. Genauso die Kirchen, sie verschenken Süßigkeiten, veranstalten Konzerte und Vorstellungen und in einigen werden sogar Geschenke ausgetauscht. Es scheint, als ob wir uns in dieser Zeit alle verpflichtet fühlen, am "Geist von Weihnachten" teilzunehmen und manchmal sogar Opfer bringen um die Liebe den anderen zu "zeigen". Aber Weihnachten ist viel mehr als Reisen, mehr als Begegnungen und Geschenke, die wir einander geben, es ist das Geheimnis der Menschwerdung Christi verstehen, glauben, annehmen und miteinander teilen, das sich mit nichts vergleichen lässt, das durch nichts ersetzt werden kann.

Liebe Schwestern und Brüder:

Wir teilen diese Gedanken mit euch und erinnern euch an diesem Weihnachtsfest an das großartige Geschenk, das Gott uns gemacht hat, indem er uns seinen geliebten Sohn gesandt hat, unseren Herrn Jesus Christus. "Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben."(Joh 3,16). Alle haben wir einmal, als wir Kinder waren, voller Spannung auf Weihnachten geblickt, und voller Erwartung auf die Geschenke, die wir bekommen würden. Wenn wir sie ausgepackt haben, hat uns die Freude überwältigt und das einzige, was wir uns zu tun wünschten, war sie in vollen Zügen zu genießen. Aber als wir heranwuchsen schien alles zu anzuzeigen, dass diese kindliche Faszination zunichte gemacht würde in dem Maß, in dem Weihnachten nur noch ein weiteres Fest unter anderen wurde. Aber wir müssen diese Situation korrigieren, uns wieder faszinieren lassen von dem Gesicht des Kindes Jesus und uns erinnern, dass wir ein Ereignis größter Wichtigkeit für die ganze Menschheit feiern: Die Geburt Jesu Christi.

Heute erinnern wir uns wieder und schätzen das größte GESCHENK, das vom Himmel gekommen ist für die ganze Menschheit (Christus), das am Anfang unscheinbar und unbeachtet schien; ein kleines Kind gewickelt in Windeln von Hirten umgeben. Gott, in seiner Vorsehung sandte seinen einziggeborenen Sohn, nicht dass er wie ein König geboren werden sollte, obwohl er einer war, sondern wie jedes andere Kind auch ganz den Menschen gleich, abgesehen von der Sünde, damit wir uns alle mit IHM identifizieren könnten. Als das Jesuskind in der Krippe schlief, war seine Zukunft schon vorherbestimmt; es würde sein eigenes Leben für uns geben. Genau aus diesem Grund sagt unsere Textstelle so sehr liebte Gott die Welt. Die Liebe wurde so groß, dass er keine Mühe in Bezug auf seinen eigenen Sohn scheute, sondern ihn freiwillig sandte (Römer 5,8; Philipper 2, 5-8). Diese Stelle zeigt uns, dass Gott seinen Sohn nicht gesandt hat, um die Welt zu verdammen, sondern um sie zu retten (Johannes 3,17). Diese Stelle zeigt uns, dass wir durch ihn einen Ausweg aus der Verfehlung (Johannes 3,16) und Zugang zu Gott haben. "...Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich" (Johannes 14,6). Aber das Tragische jenes Ereignisses und, was immer noch andauert, ist, dass sein Kommen keinen Platz fand. "Er kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf" (Johannes 1,11; Lukas 2,7). "Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, die an seinen Namen glauben" (Johannes 1,12). "Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. So jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich eingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir" (Offenbarung 3,20). "Wer an ihn glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, denn er glaubt nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes" (Johannes 3,18).

In dieser Weihnachtszeit werden viele Geschenke empfangen und geschenkt, aber es gibt ein GESCHENK, das alle übertrumpft, ein Geschenk, das die wahren Bedürfnisse eines Menschen stillt, ein Geschenk, das das beste Geschenk von allen ist, dieses Geschenk ist unverändert, es ist Christus. Jedes Geschenk kann aus der Mode kommen, sich abnutzen und seinen Wert mit der Zeit verlieren, aber ER bleibt Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit (Hebräer 13,8), niemals wird er sich ändern, nie aufhören uns zu lieben (1. Johannes 1,9; Johannes 3,17). Christus ist das beste Geschenk und alle können es bekommen. Dies besagt die Stelle, die wir kommentieren, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Dieses Versprechen gilt nicht für einige oder für die meisten. Es gilt für alle. Alle, die an ihn glauben, werden dieses Geschenk erhalten: das Geschenk, durch Jesus Christus gerettet zu werden. Ja, es ist für alle, alle die den Glauben besitzen, ein Glaube, der mehr beinhaltet, als nur einverstanden zu sein, ein Glaube, der mehr als ein Kompromiss ist. An Jesus Christus zu glauben, bedeutet das zu glauben, was die Bibel über ihn sagt, und anzuerkennen, dass er es verdient hat, der Herr unseres Lebens zu sein. Glauben zu besitzen, bedeutet, sich komplett auf ihn einzulassen. Liebe Schwester und Brüder, auf dass das himmlische Geschenk, das dieses Weihnachten bringt, in unseren Herzen fortdauert. Auf dass wir es mit denen teilen können, die es noch nicht haben.

Mit vielen Umarmungen und vielen Erinnerungen wünschen wir Euch frohe Weihnachten und ein glückliches Neues Jahr.

Die Gemeinde der Iglesia Evangélica de los Peregrinos, San José – El Agustino Lima, den 21. Dezember 2012


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